Foto: Jähne
Die Gemeinde der Pforzheimer Fatih Moschee feierte vier Tage lang, von Donnerstag bis Sonntag, ihr alljährliches Fest. Nach Angaben des Veranstalters seien rund 10 000 Besucher gekommen.
„Dass unser Fest auch von der deutschen Bevölkerung gut angenommen wird, freut uns sehr“, sagt Rukan Yabanci, Schatzmeister der türkisch-islamischen Vereinigung, die rund 500 offizielle Mitglieder zählt.
Kommunikation, Verständigung, aber auch das Ausräumen von Vorurteilen seien dabei wichtige Anliegen dieser Veranstaltung gewesen, wie der hauptberufliche Schmuckfabrikant weiterhin betont. So seien nicht nur Vertreter der jüdischen, sondern auch der katholischen wie evangelischen Kirchengemeinden auf einen Besuch vorbei gekommen, um sich direkt vor Ort von den Gepflogenheiten ein Bild zu machen.
„Uns ist es sehr wichtig, den Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften zu suchen, um unsere Moschee als ein allzeit offenes Gotteshaus zu präsentieren.“ Mit Koranlesungen oder Führungen durch das Gebäude sollte der Islam den Besuchern möglichst anschaulich präsentiert werden.
Gesäumt mit etwa 25 Ständen auf dem gesamten Gelände, spielten jedoch nicht nur politische wie weltanschauliche, sondern auch die gesellschaftlichen Aspekte eine tragende Rolle: türkische Musik aus den Lautsprecherboxen, ein Muezzin beim Ausrufen des Abendgebetes, Frauen bei der Herstellung von Fladenbrot oder der Geruch von gegrilltem Fleisch, der in der Luft lag – beim mittlerweile siebten Gemeindefest der Fatih Moschee wurde vor allem auf Authentizität und ein unverfälschtes Flair viel Wert gelegt.
So konnten wie bei einem Basar neben orientalischem Schmuck auch Textilwaren, Elektrogeräte, Accessoires und andere Artikel käuflich erworben werden, wobei das typische Feilschen um den Preis eine gerngesehene Begleiterscheinung war. Die Einnahmen aus allen Verkäufen sollen dabei der Moschee, die laut Veranstalter als eine der größten und modernsten in Europa gilt, zugute kommen.
Derweil freute sich Yabanci über die stetige Expansion der Veranstaltung, die in punkto Größe in diesem Jahr alles in den Schatten gestellt habe. „Durch eine hervorragend funktionierende Mund-zu-Mund-Propaganda haben wir es geschafft, solche Dimensionen zu erreichen“, so der Schatzmeister, der vornehmlich Gäste aus Pforzheim, dem Enzkreis sowie dem Raum Karlsruhe willkommen hieß.
Quelle: Pforzheimer Zeitung