Foto: DITIB - Dachverband
Der Hadsch ist ein bedeutender Gottesdienst, den der Islam denjenigen vorschreibt, die hierzu sowohl körperlich als auch finanziell in der Lage sind. Wer den Hadsch vornimmt,
besucht hierfür das Haus Gottes/die Kaaba, dieses älteste Bauwerk der Menschheit, das zur Anbetung des Einen Gottes nur erbaut wurde, um an diesem geheiligten Ort andächtig seinem Schöpfer zu
dienen. Im Vordergrund steht dabei aber auch, die Orte der Offenbarung zu erblicken bzw. der Herabsendung ihrer und sich ihre Geschichte direkt hier, am Ort des Geschehens, zu vergegenwärtigen.
Schließlich geht es auch darum, mit Millionen anderer Glaubensbrüder die Riten des Hadsch gemeinsam zu vollführen und ihre Unterschiedlichkeit schauend in Herkunft, Hautfarbe, Sprache,
Geschlecht, Alter oder auch sozialem Status, einmal mehr zu begreifen und zu erleben, wie universal die Botschaft des Islam ist. Vor allen Dingen aber geht es darum, die Beziehung zu sich selbst
und zu seinem Herrn zu vertiefen an einem besonderen, außergewöhnlichen Ort und in einer ebenso außergewöhnlichen spirituellen Atmosphäre. In dieser Hinsicht ist der Hadsch nicht nur ein
religiöses Gebot, sondern gleichzeitig auch eine Erfahrung, die jeder Muslim einmal im Leben machen will.
Auch in diesem Jahr wieder strömten Millionen Muslime aus aller Welt in die Heiligen Stätten, um hier sowohl ihren Gottesdienst der Hadsch zu erfüllen als auch eine solche Erfahrung machen zu
können. Aufrichtige Reue ob vergangener Fehler und Bittgebete in Vergebensersuchung dieser wechselten sich ab mit Bittgebeten für eine friedvolle Zukunft für den Einzelnen aber auch die ganze
Menschheit. Kurzum haben die Gläubigen in ihren Handlungen gezeigt ihre Reife im Glauben bzw. vollbracht Handlungen, die eben dahin führen.
Auch die DITIB organisiert in Koordination und unter der Schirmherrschaft des Botschaftsrats für Religionsangelegenheiten Hadsch-Reisen, deren Leitung ab dem saudiarabischen Dschidda der Leitung
und damit der religiösen Verantwortung und dem umfassenden Dienstverständnis des türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten (DIYANET) unterstehen. Aus Deutschland haben sich dieser großen
Hadsch-Organisation dieses Jahr angeschlossen bzw. konnten als Teil dieser den Hadsch vollführen 4521 Pilger, begleitet von 135 Religionsbeauftragten und 16 weiteren Fachkräften für die
Hadsch-Organisation. Die diesjährige Hadsch-Organisation haben begleitet und vor Ort beaufsichtigt der Vorsitzende der DITIB, Prof. Dr. Ali Dere sowie der verantwortliche Organisator für Hadsch-
und Umra-Reisen der DITIB Ali Özdemir.
Die Pilger aus Deutschland sind in Gruppen ab dem 17. Oktober Richtung Mekka aufgebrochen. Nach der Waqfa bei Arafat am 5. November und dem Ablauf der weiteren Pflichtriten der Hadsch, haben sich
die Reise-Gruppen nun wieder Richtung Medina aufgemacht. Die erste Gruppe ist bereits am 10. November aufgebrochen.
Die Gruppen werden ab dem 16. November wieder nach Deutschland zurückkehren. Mit der Rückkehr der letzten Gruppe am 27. November wird die diesjährige Hadsch-Organisation abgeschlossen sein.
Flug, Kost und Logis, die den Pilgern im Reisepaket geboten werden, aber auch die religiöse Führung, die bei einer solchen Organisation unabdingbar ist, haben den Pilgern eine angenehme und
reibungslose Pilgerfahrt ermöglicht, mit der sie ihren Gottesdienst gebührend und nach den hierfür gebotenen Regeln vollführen konnten. Zudem standen und stehen den Pilgern im Bedarf die
Polikliniken und Krankenhäuser der DIYANET zur Verfügung.
An dieser Stelle beglückwünschen wir alle unsere muslimischen Brüder und Schwestern, die, aus Deutschland kommend, ihren Gottesdienst der Hadsch erfüllt haben. Möge ihr Gottesdienst angenommen
werden und ihnen in ihrem weiteren Leben Glück und Gesundheit beschert sein.
Pressestelle DITIB